Tag-Archiv für 'veranstaltung'

Love Graffiti – Hate Repression!

Am Freitag um 23 Uhr geht die Love Graffiti – Hate Repression! Partyreihe in die nächste Runde.
Mit im JUZI Göttingen dabei sind diesmal:

Ballsaal:
blackshape (ks – dubtechno/deeptechno)

inkasso (ffm – soundcloud.com/inkasso)

efes twin (ks – minimaltech/techhouse – soundcloud.com/max-eschenbach)

jodokus (hb – deephouse – soundcloud.com/rotzvoll)

Barraum:
cosmic trash (gö – trash/alltimefavs)

lightning McVean (gö – Soul/funk)

Unsere Solidarität gegen ihre Repression
Fr 23oo Uhr | Juzi Göttingen

Rassistisches, homophobes, sexistisches, transphobes, antisemitisches oder sonstiges diskrimminierendes Verhalten wird nicht geduldet.
In problematischen Situationen sind die Thekenmenschen und das Schutzteam ansprechbar.

Eine Straße umbenennen ist nicht schwer – aber leider ganz schön teuer!

„Am 6.April 2006 wurde Halit Yozgat in der Holländischen Straße in Kassel von militanten Neonazis erschossen. Hinweise von Angehörigen und Freund_innen der Opfer auf einen rassistischen Hintergrund der Taten wurden durch die Polizei ignoriert, die Schuld wurde stattdessen bei den Opfern und ihrer angeblichen Verstrickung in „mafiöse Strukturen“ gesucht.
Ermittlungsgruppe „Bosporus“ und „Dönermorde“ sind nicht erst nach Bekanntwerden der Täter_innengruppe als NSU ein Affront gegen die Opfer und deren Angehörige. Besonders pikant im Kasseler Mordfall ist die Anwesenheit des, aus seiner Jugendzeit als „klein Adolf“ bekannten, Verfassungsschützers Andreas Temme zur Tatzeit am Tatort. Gemäß der Prämisse seines Dienstes will dieser jedoch angeblich nichts gehört und gesehen haben.
Als Reaktion auf die Tat und das Versagen der Ermittlungsbehörden wurde am Dienstag, dem 8.Mai 2012, sechs Jahre nach dem Mord, die Holländische-Straße auf einer Länge von ca. 2 km in Halit-Yozgat-Straße umbenannt. Die Aktivist_innen kamen hiermit dem Wunsch der Angehörigen Halit Yozgats nach, die eine Umbenennung der Straße gefordert hatten. Bei der Aktion kam es zu zahlreichen Personalienfeststellungen, auf die eine Anzeige wegen „gemeinschädlicher Sachbeschädigung“ folgte. Es ist mit hohen Kosten für die Betroffenen zu rechnen.
Die Aktivist_innen solidarisieren sich mit den Forderungen der Angehörigen nach unabhängiger Aufklärung und Konsequenzen für die Verantwortlichen, anstelle der vielfach praktizierten, heuchlerischen Betroffenheitsrituale. Während sich anfangs noch Staatsministerin Maria Böhmer beim Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Bertram Hilgen, dafür einsetzte, die Straße umzubenennen, speiste die Stadt Kassel die Angehörigen später damit ab, einen unbedeutenden namenlosen Platz vor dem Hauptfriedhof nach Halit Yozgat zu benennen.
Dabei ist es so einfach, eine Straße umzubenennen!“

Daher wird es eine Soliparty im Juzi in Göttingen geben.
15.03. | Juzi Göttingen | 23:00 Uhr


Antifa Café im März

Wir freuen uns auf einen Vortrag, der für das letzte Antifa Café angedacht war, jedoch im Endeffekt nicht stattfinden konnte. Dieser Vortrag mit der Thematik „20 Jahre faktische Abschaffung des Rechts auf Asyl – 20 Jahre Morde von Solingen – Rassismus tötet“ wird im März nachgeholt!
Der Vortrag wird von der Ortsgruppe der Rassismus tötet! Kampagne aus Göttingen gehalten und findet wie gewohnt um 16:00 Uhr in den Räumen des Karoshis statt.

Für eine Grundration von Getränken und Kuchen ist gesorgt, das Mitbringen weiterer doch gern gesehen.
10. März | 16:00 | Karoshi

Hier das Selbstverständnis der Kampagne

Rassismus tötet!

Antifa Café im Januar

Antifa Kassel, T.A.S.K. und ak:raccoons laden zum Antifa Café im Januar

Am 06. Januar veranstalten wir im Zuge des Antifa Cafés eine Informations- und Mobilisierungsveranstaltung zu dem Naziaufmarsch am 12. Januar in Magdeburg.
Dieses findet wie immer in den Räumlichkeiten des Karoshis (Gießbergstraße 41-47) um 16:oo Uhr statt, jedoch ist der Termin anlässlich des Datums für den Aufmarsch eine Woche – auf den 06. Januar statt des 13. Januars – vorverlegt worden.
Es wird ein Bus aus Kassel am 12.01. nach Magdeburg fahren, Tickets hierfür werden ab der Mobilisierungsveranstaltung im Karoshi und im AStA der Uni Kassel verkauft.

weitere Infos zum Naziaufmarsch bei 365 Tage offensiv

Filmvorführung: Blut muss fließen

„Seit 2004 hat der Journalist mit dem Decknamen Thomas Kuban verdeckt in der Naziszene recherchiert. Genauer bei Nazi-Konzerten mit versteckter Kamera und damit unter Einsatz seines Lebens. Denn wäre Thomas Kuban aufgeflogen, wäre er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht lebend von dem Veranstaltungsort weg gekommen. Darauf lassen auch die vielen Morddrohungen schließen die im Internet auf sogenannten schwarzen Listen der Nazis aufgetaucht sind, nachdem im Jahr 2004 seine ersten Aufnahmen im Fernsehen ausgestrahlt wurden.
Das zutage geförderte Bild- und Tonmaterial ist dementsprechend hoch brisant, denn es Zeigt eine Seite der Nazis, welche diese unter gar keinen Umständen in der Öffentlichkeit sehen wollen: Es zeigt, in welcher Art und Weise organisierte Faschist*innen ihre zutiefst menschenverachtende, rassistische, völkische und Nationalsozialismus glorifizierende Ideologie in Songtexte packen um damit insbesondere Jugendliche für ihre Zwecke zu gewinnen und zu Instrumentalisieren.
Das Thema organisierten Nationalismus, Faschismus und Nationalsozialismus ist in Deutschland aber auch in Europa so aktuell wie nie zuvor. Neben den in nicht all zu weiten Vergangenheit liegenden Pogromen in Hoyerswerder, Rostock Lichtenhagen oder Solingen konnten Nazis 10 Jahre lang, ignoriert von Staatsanwaltschaft und Polizei Menschen mit Migrationshintergrund geradezu hinrichten.
Die Pogrome in Rostock Lichtenhagen wurden erst kürzlich, anlässlich des 20. Jahrestags in der F.A.Z. mit dem Satz „Der Terror brachte manchen Sozialromantiker zur Besinnung und machte den Weg für eine gesteuerte Einwanderungspolitik frei“ kommentiert, was ein Beleg dafür ist, wie tief verwurzelt faschistisches Gedankengut, insbesondere in der sogenannten Mitte der Gesellschaft ist. Auch die öffentliche Debatte um die NSU zeigt, wie schlimm das Problem ist und genau in dieses Bild passt auch, dass der Film von Regisseur Peter Ohlendorf und Thomas Kuban keine Unterstützung durch Filmförderung erhalten hat. Es ist nämlich so, dass erst ein öffentlich Rechtlicher Sender einen Film unterstützen muss, damit eine wie auch immer geartete Filmförderung beantragt werden kann. Da kein öffentlich Rechtlicher Fernsehsender den Film unterstützt, gab es bisher keinen Cent für die Produktion dieses Films und Regisseur und Journalist haben über Jahre hinweg auf Pump an dem Film gearbeitet und haben jetzt über 200.000€ schulden.
Der AStA der Universität Kassel macht daher einen Aktionstag, an dem wir den Film zwei mal öffentlich zeigen und dazu noch zwei mal an Schulen. Nach dem Film wird jeweils der Regisseur Peter Ohlendorf für Diskussionen da sein und die sind nach dem Film auch bitter nötig. Kommt alle und schaut euch den Film an: Am 27. November 2012 um 18Uhr in Witzenhausen im Capitol Kino/ 4€/6€ Solibeitrag (Der Gewinn geht an das Filmprojekt) und um 20 Uhr an der Universität Kassel in Hörsaal 1/ gegen Spende (Geht auch als Spende an das Filmprojekt).
Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen den Film sehen, anderen Menschen darüber berichten und noch mehr solcher Aktionstage organisiert werden. So dass irgendwann zumindest die Produktionskosten wieder eingespielt werden können. Kein Fuß breit den Faschisten-Nirgendwo!“

Wir, als antifaschistisches Kollektiv Raccoons, unterstützen das Projekt und den Autor.

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