Homophober Übergriff in Kassel

Am Freitag, den 04.04.2014 kam es auf dem Friedrichsplatz zu einem homophoben Übergriff auf einen Genossen.
Der besagte Betroffene passierte eine Gruppe Jugendlicher, als diese begann, ihn auf homophobe Weise zu beleidigen. Es folgte der Versuch, die Auseinandersetzung auf der verbalen Ebene auszutragen, was an dem höchst aggressiven Habitus der Angreifer, die ganz offensichtlich nicht das Gespräch, sondern den Konflikt suchten, scheiterte. Es kam zu weiteren diskriminierenden Beleidigungen, einer der Täter griff nach dem „Free Gaza from Hamas“ Beutel des Betroffenen und tat seinen Unmut darüber kund. Schließlich begannen einige der Täter damit, wiederholt auf den Betroffenen einzuschlagen. Als Bekannte von diesem zu Hilfe eilten, wurden auch diese attackiert.
Die Situation löste sich schließlich auf, als Umstehende die Polizei riefen, was die Angreifer zur Flucht veranlasste.
Das AK: Raccoons solidarisiert sich mit den Betroffenen Personen. Der vergangene Fall dürfte exemplarisch stehen für eine gesellschaftliche Homophobie, welche in Verbindung mit durch die Verhältnisse bedingtem in den Subjekten aufgestautem Frust zu Ausbrüchen wie diesem zu führen vermag. Er ist Erinnerung daran, dass gewalttätige Homophobe Angriffe keineswegs nur von Neonazis ausgehen und dass eine Kritik wider reaktionärer Ideologien, alle gesellschaftlichen Sphären und Milieus der Analyse zu unterziehen hat.

Antifaschistisches Kollektiv: Raccoons, April 2014