Archiv für November 2013

Rassistische Umtriebe in Kassel

In der Nacht vom 20. auf den 21. November wurden an der ehemaligen Heinrich-Steul-Schule in Kassel mehrere rassistische Schriftzüge („Forstfeld setzt sich zur Wehr!!“, „Syrier [sic] rein wir sagen nein!“, „Bertram Hilgen ist ein Schwein, holt den ganzen Scheiss hier rein!!!“) angebracht. Hintergrund der Tat dürfte eine für die dortigen Räume geplante temporäre Asylbewerber_Innenunterkunft sein, welche neben einer weiteren in der Nordstadt, der Aufnahme Syrischer Flüchtlinge dienen soll. Die Schriftzüge wurden mittlerweile weitestgehend entfernt.
Bereits am 15. November, als die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) erstmals über die Konkreten Pläne der Stadt berichtete, häuften sich dort die rassistischen und wohlstandschauvinistischen Kommentare. Auch unter weiteren Onlinepublikationen zum Thema, sowie in der Leserbriefspalte der Printausgabe war das Klima weitestgehend ablehnender und reaktionärer Natur. Dieses Klima, und nicht zuletzt auch die HNA selber, welche den entsprechenden Verlautbarungen unkommentiert ein Forum bietet, bereitet einen Boden, für Aktionen wie die nun geschehene. Derartige Zustände sind nicht hinnehmbar! Wir werden die Entwicklungen beobachten und uns allen Bestrebungen der Mobilisierung eines fremdenfeindlichen Mobs entgegenstellen.
Gegen den rassistischen Normalzustand – Für weltweite Bewegungsfreiheit!

Antifaschistisches Kollektiv Raccoons, November 2013

Naziouting an der Uni Gießen!

Laut Indymedia wurde letzten Mittwoch ein Neonazi an der Universität in Gießen geoutet.

„Am Mittwoch, den 20.11.2013 wurde Philip Rabenau an der Uni Giessen geoutet. Philip Rabenau ist Teil der Neonazi-Gruppe, die seit etwa einem Jahr in Allendorf/Lumda und Umgebung immer wieder von sich Reden gemacht hat. In dieser Zeit ist die – etwa seit 2008 existierende Gruppe – deutlich offensiver geworden. An- und Übergriffe auf Menschen, die nicht in das Weltbild der Neonazis passen, waren und sind seitdem keine Seltenheit.

Vor etwa einem Jahr gingen die Neonazis mit ihrem neuen Blog „Infoportal Lumdatal“ an die Öffentlichkeit und verbreiteten dort ihr ausgrenzendes Weltbild. Kurz darauf wurde der Blog auf der rechten Vernetzungsplattform „Freies Netz Hessen“ (FN-Hessen) verlinkt. Anschließend durfte sich die Gruppe in einer Ausgabe der Monatsschrift des FN-Hessen vorstellen.

Infolge des Aktionismus, geriet die Gruppe immer mehr in den Fokus der Öffentlcihkeit. Es folgten Hausdurchsuchungen und Anzeigen. Als Reaktion kam es im Mai 2013 zu einer Kundgebung in Allendorf/Lumda und einem Aufmarsch in Grünberg, bei welchen etwa 40 Nazis ihre „Solidarität mit den Nationalisten im Lumdatal“ zeigen wollten. Kurz darauf trat die Gruppe geschlossen in die NPD-Jugendorganisation, JN ein und agiert seit dem als „JN Lumdatal“.

Philip Rabenau ist darüber hinaus Mitglied in der Dresdensia Rugia, einer Burschenschaft in Giessen, welche auch als Kaderschmiede der NPD gilt. Organisiert ist die Dresdensia Rugia im rechtsaussen Dachverband Deutsche Burschenschaft. Dieser machte in den letzten Jahren hauptsächlich durch den sogenannten „Arierparagraphen“ medienwirksam auf sich aufmerksam.

Es lässt sich also festhalten: Rabenau und die JN Lumdatal sind in diversen Spektren gut vernetzt.
Es ist für uns nicht hinnehmbar, dass Rabenau an der Uni Giessen unbeheligt studiert und die Möglichkeit hat, Menschen für die Dresdensia Rugia oder die JN zu rekrutieren.

Kein Raum für Neonazis, auch nicht an der Uni.

WWNN Nov.2013″

Gegen den rassistischen Mob in Schneeberg!

„Wir sind entsetzt! Doch wir werden nicht tatenlos zusehen, weil wir nicht warten dürfen, bis sich das Unfassbare wiederholt. Weil wir nicht warten dürfen, bis die Rassist_innen ihren Worten Taten folgen lassen, und der Hass wieder in Gewalt umschlägt. In diesem Moment ist es die verdammte Pflicht eines jeden Menschen, der auch nur einen Funken Anstand in sich trägt, sich an die Seite derer zu stellen, die mit der Fackel bedroht werden. Und es ist unsere Pflicht all jene mit allen Mitteln in die Schranken zu weisen, die mit verachtenswertem Hass geistige oder tatsächliche Feuer legen. In Rackwitz. In Berlin-Hellersdorf. In Greiz. Und jetzt auch in Schneeberg!“

Den kompletten Aufruf gibts hier.

Bundesweite Demonstration
Samstag, 16.11.2013, 15:00 Uhr
Kobaltstraße Ecke Karlsbader Straße
Schneeberg/ Sachsen

Schneeberg – Mobivideo from Hans Müller on Vimeo.

Love Graffiti – Hate Repression 3.0

Die Party hat immer recht!

Am Freitag, den 8. November geht die „Love Graffiti – Hate Repression“ Partyreihe in die vorerst letzte Runde.
Nach Göttingen und Kassel wird nun das Trauma im G-Werk in Marburg bespielt.
Los gehts um 2200 Uhr.

Kommt vorbei, seid solidarisch!

Trauma im G-Werk
Afföllerwiesen 3a
35039 Marburg An Der Lahn, Hessen, Germany

facebookevent

nähere Infos folgen!